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Muskelfasertypen



Muskeln bestehen nicht nur aus einem Fasertyp. Es gibt drei Fasertypen mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Diese sind für verschiedene sportliche Disziplinen von großer Bedeutung.
(s. Arbeitsblatt Fasertyp und Sportart)
 
Längsschnitt/ Faser
Querschnitt/ Muskel
1
Rote Muskelfaser
(langsame, ermüdungsresistente Faser)
auch Typ-I- Faser genannt
Beispiel:
Radfahrer
2
Intermediärtyp
(schnelle, relativ
ermüdungsresistente Faser)
Typ IIa/c
3
Weiße Muskelfaser
(sehr schnell arbeitende Faser mit 
kurzfristig hoher Kraftleistung)
Typ IIb-Faser
Beispiel
Sprinter
Mitochondrium (im Sarkomer) (nach Gehrke)
Feinstruktur des Muskels
 
 
Der helle (weiße)  Muskelfasertyp (fast twitch oder FT Faser/FTG-Faser) kann sehr schnell reagieren und ermöglicht kräftige Kontraktionen. Er ermüdet aber schnell.

Der dunkle (rote)  Muskelfasertyp (slow twitch oder ST Faser) spricht auf Reize langsamer an, hat dabei eine längere Kontraktionszeit, aber er ermüdet sehr viel langsamer.

Der dritte Muskelfasertyp ist der Intermediärtyp (FTO), der in seinen Eigenschaften zwischen heller und dunkler Muskulatur angesiedelt ist. Es scheint so, dass sich gerade dieser Typ durch Training tendenziell in die eine oder andere Richtung beeinflussen lässt. Allerdings liegen hierzu noch zu wenige wissenschaftliche Untersuchungen vor.

Viel spricht dafür, das der Anteil der verschiedenen Muskelfasertypen erblich vorgegeben ist. Der amerikanische Springer und Sprinter Carl Lewis soll 90% FT-Fasern gehabt haben.
Im Gegensatz zum schnellen Muskelfasertyp, der kaum vermehrt werden kann, spricht vieles für die Umwandlung der FT-Fasern in ST-Fasern bzw. FTO-Fasern durch Ausdauertraining.
Schaubild: Faserveränderungen durch spezielles Training.
Text: Muskeln, Gene und Leistungssport

Unterschiede im Stoffwechsel:
Die FT Fasern imponieren durch den Reichtum an energiereichen Phosphaten und Glykogen und der entsprechenden Ausstattung mit Enzymen der anaeroben Energiegewinnung. Die ST- Fasernweisen neben dem Gykogenreichtum v.a. Enzyme des aeroben Stoffwechsels auf.

Unterschiede in der Innervation
Die ST-Fasern werden über langsam leitenden Nervenbahnen innerviert, FT- Fasern über schnell leitende Bahnen.


 
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Faserverteilung und Sport



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