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Maximale Sauerstoffaufnahme


Wirkungen des Ausdauertrainings auf den Organismus   Trainingsmethoden Ausdauertraining

Die Muskulatur kann längerfristig nur soviel Energie entwickeln wie Sauerstoff zur Verfügung steht.
 

Das maximale Sauerstoffaufnahmevermögen

ist ein wichtiger leistungsbestimmender Faktor im Sport,
vor allem beim Ausdauertraining.

 
Dabei ist die maximale O2-Aufnahmefähigkeit nicht mit der Menge der eingeatmeten Luft zu verwechseln.
Vielmehr ist die VO2max, das "Bruttokriterium für das aerobe Ausdauerleistungsvermögen",
das Maß für Sauerstoffzufuhr (Atmung), Sauerstofftransport (Herz-Kreislauf) und Sauerstoffverwertung (Muskelzelle) im Ausdauerbelastungszustand des Organismus.

Berechnet wird sie über das Herzminutenvolumen (HMV) und die arteriovenöse Sauerstoffdifferenz (AVDO2).
 

"Der zentrale Faktor (HMV) informiert über Herzarbeit und die Sauerstoffbindungskapazität des Blutes.
Im peripheren Faktor (AVDO2) kommen Kapillarisierung, Myoglobingehalt und die Mitochondrien (Zahl und Größe) mit ihrem Enzymbesatz zum Ausdruck.

Um die maximale Sauerstoffaufnahme zu vergrößern, ist es somit notwendig, alle aufgeführten Teilfaktoren anzupassen. In Abhängigkeit von der Belastungsgestaltung (Intensität und Umfang) im Training kann aber auch eine Schwerpunktverschiebung innerhalb der komplexen Anpassungsprozesse zum zentralen oder peripheren Teil hin erreicht werden. Will man die aerobe Kapazität vergleichend beurteilen, empfiehlt es sich, die relative maximale Sauerstoffaufnahme (rel. VO2max) zu berechnen. Sie drückt die Sauerstoffmenge in Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute (ml/kg/min) aus...

Die VO2max ist im Erwachsenenalter vergleichsweise gering trainierbar. Sie kann im Durchschnitt um 20% ( 15-30%), nach mehrjährigem Training bis zu ca. 50% verbessert werden. Höhere Verbesserungen sind dann möglich, wenn vor bzw. in der Pubertät (Wachstumsalter!) ein entwicklungs- und altersangepasstes, systematisches Training begonnen wird..."

(Grosser/Starischka, S.125)

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