Krafttraining und Gesundheit


Im Vergleich zu Ausdauersportarten gilt Krafttraining oft  als weniger gesundheitsförderlich, weil es eine vergleichsweise geringe Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat, und bei unsachgemäßer Ausführung auch eine hohe Verletzungsgefahr besteht.
    Krafttraining  hat aber auch im Gesundheitssport  seinen Stellenwert :
     
    • Zusammen mit einem Beweglichkeitstraining trägt Krafttraining zum Ausgleich muskulärer Dysbalancen bei.
    • Krafttraining schafft eine Basis der koordinativen Leistungsfähigkeit; insbesondere hilft Krafttraining, eine gute Körperhaltung zu bewahren und z.B. Rückenbeschwerden vorzubeugen.
    •  Krafttraining liefert also einen wichtigen Beitrag zur Verletzungsprophylaxe und bei der Rehabilitation.

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    Gefahren beim Krafttraining
    Einige grundlegende Übungen des Krafttrainings führen bei unsachgemäßer Ausführung zu Schädigungsmöglichkeiten an der Wirbelsäule. Die richtige Ausführungsweise von Gewichtstraining/Ktafttraining ist von hervorragender Bedeutung.

    Pressatmung erhöht zusammen mit der Muskelspannung bei Überwindung des Trainingsgewichtes den Körperinnendruck so stark, dass auf Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen ernste Schwierigkeiten zukommen können.
    Bei Unterlassung eines trainingsbegleitenden Beweglichkeitsprogrammes führt forciertes Krafttraining leicht zu chronischen Verkrampfungen und Verkürzungen dafür anfälliger Muskeln und entsprechend dysbalancierter Muskulatur mit möglichen entzündlichen Beschwerden an den zugehörigen Sehnen.
     

    Gesundheitlicher Nutzen eines Krafttrainings
    Anfänger im Krafttraining vermeiden wirbelsäulenbelastende Komplexübungen wie Kniebeugen mit Hantellast auf den Schultern und trainieren zunächst Elementarbewegungen unter Belastung. Auf dem weiteren Weg schließt sich daran eine Schulung der Bewegungstechnik der gewünschten Komplexübung mit sehr geringer Gewichtsbelastung an. Nach Aufnahme des Trainings der Komplexübung wird die Intensität der Übung nur sehr allmählich gesteigert. Gelingt einem Sportler die Technik der Komplexübung nicht, sollte er auf verwandte wirbelsäulenschonendere Übungen wechseln, auch wenn deren Wirkungsgrad etwas geringer sein sollte. Beim Krafttraining sollte ein umfassendes Dehnprogramm das Training integriert werden.
     

    Muskulären Dysbalancen wird vorgebeugt, indem nicht nur die agonistische Muskulatur trainiert wird, sondern auch die antagonistische speziell gekräftigt wird. Ein Springer belastet zum Beispiel die Beinstreckschlinge agonistisch und sollte deswegen nicht vergessen, die antagonistischen Beinbeuger zu kräftigen. Nach Verletzungen bietet Krafttraining die entscheidende Möglichkeit, muskuläre Stabilität in den betroffenen Körperpartien wiederherzustellen.

 
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