Krafttraining und Gesundheit



 
Im Vergleich zu Ausdauersportarten galt Krafttraining lange Zeit als weniger gesundheitsförderlich, weil es eine geringere Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat und bei unsachgemäßer Ausführung auch eine hohe Verletzungsgefahr besteht.

Diese Auffassung hat sich in den letzten Jahren aber deutlich geändert.


      
Krafttraining  hat auch im Gesundheitssport  einen hohen Stellenwert.

Es geht nicht nur darum, die Muskeln zu stärken.
Krafttraining stärkt auch die Knochen, verbessert die Haltung und sorgt für einen aktiveren Stoffwechsel.

Regelmäßiges Krafttraining kann zudem das Risiko von Herzrankheiten, Diabetes oder Osteoporose senken. Die Gelenkgesundheit kann verbessert werden, Verletzungen kann vorgebeugt werden.

Zusammen mit einem Beweglichkeitstraining trägt Krafttraining zum Ausgleich muskulärer Dysbalancen bei.

Krafttraining hilft auch beim Stressabbau. Stimmung und Selbstbewusstsein können verbessert werden.






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Gefahren beim Krafttraining

Einige grundlegende Übungen des Krafttrainings führen bei unsachgemäßer Ausführung zu Schädigungsmöglichkeiten an der Wirbelsäule.

Die richtige Ausführungsweise von Gewichtstraining/Krafttraining ist von hervorragender Bedeutung.

    Pressatmung erhöht zusammen mit der Muskelspannung bei Überwindung des Trainingsgewichtes den Körperinnendruck so stark, dass auf Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen ernste Schwierigkeiten zukommen können.

Bei Unterlassung eines trainingsbegleitenden Beweglichkeitsprogrammes führt forciertes Krafttraining leicht zu chronischen Verkrampfungen und Verkürzungen dafür anfälliger Muskeln und entsprechend dysbalancierter Muskulatur mit möglichen entzündlichen Beschwerden an den zugehörigen Sehnen.

Anfänger im Krafttraining sollten wirbelsäulenbelastende Komplexübungen
wie Kniebeugen mit Hantellast auf den Schultern vermeiden.

Auf dem weiteren Weg schließt sich daran eine Schulung der Bewegungstechnik der gewünschten Komplexübung mit sehr geringer Gewichtsbelastung an.

Nach Aufnahme des Trainings der Komplexübung wird die Intensität der Übung nur sehr allmählich gesteigert.
Gelingt einem Sportler die Technik der Komplexübung nicht, sollte er auf verwandte wirbelsäulenschonendere Übungen wechseln, auch wenn deren Wirkungsgrad etwas geringer sein sollte.

Beim Krafttraining sollte ein umfassendes Dehnprogramm  in das Training integriert werden.


Muskulären Dysbalancen wird vorgebeugt, indem nicht nur die agonistische Muskulatur trainiert wird, sondern auch die antagonistische speziell gekräftigt wird.

Ein Springer belastet zum Beispiel die Beinstreckschlinge agonistisch und sollte deswegen nicht vergessen, die antagonistischen Beinbeuger zu kräftigen. Nach Verletzungen bietet Krafttraining die entscheidende Möglichkeit, muskuläre Stabilität in den betroffenen Körperpartien wiederherzustellen.






 
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