Fußball in der Schule - Übersicht..........
Fußball lernen - Fußball spielen in der Schule
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Zum didaktischen Ansatz einer spielgemäßen Sportspielvermittlung
Das hier vorgestellte Konzept ist an vielen Teilen durch das Fußballbuch von Knut Dietrich 
" Fußball -  Spielgemäß lernen - spielgemäß üben" angeregt worden, ergänzt bzw. verändert 
durch langjährige eigene Unterrichtserfahrungen.
 
... Auch nach über 50 Jahren seit seiner Entstehung ist es ein bedeutendes Grundgerüst in Sachen "Fußball in der Schule".

Faszinierend ist nicht nur der spielgemäße Ansatz, der als echte Praxishilfe aufbereitet ist. Auch die Einordnung in übergeordnete soziale Zielsetzungen des Sportunterrichts ist nach wie vor beispielgebend und heutige kompetenzorientierte Unterrichtskonzepte können durchaus darauf aufbauen.

Das spielgemäße Konzept will die Lernenden möglichst frühzeitig zum Spielen zu bringen und dies durch die methodische Reihung einzelner Spielformen zu erreichen. Vor allem im Bereich des Fußballspiels kann man dabei auf außerschulische Spielformen von Kindern und Jugendlichen zurückgreifen, über die diese sich einen eigenen Zugang zu diesem Spiel verschaffen. 

Zielsetzungen:

  • Spiel- und Handlungserfahrungen in einfacher, aber dem "richtigen Spiel" angemessener Weise ermöglichen
  • Spielregeln verstehen und in ihrer spielsichernden Funktion begreifen
  • Unausgewogenheiten des Spiels durch zusätzliche Regelungen (Regelveränderungen) ausgleichen
  • Erfahrungen bei der Lösung der wichtigsten Angriffs- und Abwehraufgaben in den Grundsituationen des Spiels machen
  • taktische Überlegungen anstellen und mögliche Handlungsalternativen diskutieren
  • motorische Fertigkeiten in Anwendungssituationen weiterentwickeln
So kann es gelingen, mit den Schülern gemeinsam Fantasie zu entwickeln, wie man das Spiel für alle erlebnisreicher, spannender und schöner, aber auch taktisch erfolgversprechender gestalten kann.

  Spielen lernen
. "Mit der Motorik des Spiels muss man auch die Sprache des Spiels verstehen und beherrschen, wenn man in der Lage sein will, in einer Sportspielmannschaft mitzuspielen. 
Diese enge Verschränkung motorischer und sozialer Fähigkeiten hat eine Reihe von Lehrbuchautoren nicht davon abhalten können, dennoch vorzuschlagen, die motorischen Fertigkeiten weitgehend unabhängig von ihrer Funktion als Sprache d. h. unabhängig von ihrem Verwendungssinn im Spiel anzueignen. 

Meist werden zunächst die motorischen Fertigkeiten am Ball erlernt (Dribbeln, Stoppen), um ihnen dann nachträglich als Elemente einer Taktik (eines Handlungsplans) ihren Sinn zu geben...

Die Einwände gegen so geplante Lernprozesse liegen auf der Hand. Sie richten sich vor allem dagegen, dass eine ganze Reihe möglicher sozialer Beziehungen und damit sozialer Erfahrungen von vornherein eingeschränkt werden auf das, was andere (Lehrer, Trainer) vorbestimmt haben. Es wird verhindert, dass die Spieler selbst lernen, soziale Handlungszusammenhänge zu organisieren und je nach Bedarf (Bedürfnis oder äußerer Notwendigkeit) von neuem zu regeln.

Gerade Ziele des Sportunterrichts wie das, den Menschen zu lebenslangem Sporttreiben zu befähigen, schließen die Fähigkeit, Bewegungs- und Sportspiele unter variablen Bedingungen selbst zu gestalten, mit ein. 

.... Erfolgreiches Spielen unter Beachtung dieser Gesichtspunkte ist nicht identisch mit dem Versuch, einen anderen zu besiegen; erfolgreiches Spielen heißt dann vielmehr auch: unser Spiel ist gelungen, wir hatten eine gute Unterhaltung ..." 

Dietrich, K.: Fußball. Spielgemäß lernen - spielgemäß üben, Schorndorf 1975 (4. Auflage)


Bewegungserfahrungen  Fußball  | Spiel- und Übungsformen Veränderungen des Fußballspiels

  Links
Die Großen Spiele (Dietrich u.a. - umfangreicher Buchausszug)
Fußball verstehen und gestalten (Zs. Sportunterricht -Lehrhilfen)

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