Das hier vorgestellte Konzept
ist an vielen Teilen an dem Fußballbuch von K. Dietrich " Fußball
- Spielgemäß lernen - spielgemäß üben"
angelehnt, ergänzt bzw. verändert durch langjährige eigene
Unterrichtserfahrungen.
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Ich halte den Dietrich-Ansatz
auch nach über 30 Jahren seit seiner Entstehung immer noch für
das bedeutendste Grundgerüst in Sachen "Fußball in der Schule".
Leider ist es selbst
unter Sportlehrer/innen oft wenig bekannt.
Faszinierend ist nicht nur
der spielgemäße Ansatz, der als echte Praxishilfe aufbereitet
ist. Auch die Einordnung in übergeordnete soziale Zielsetzungen des
Sportunterrichts ist nach wie vor beispielgebend. |
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R.D.
Spielen
Lernen
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"Mit der Motorik des Spiels
muss man auch die Sprache des Spiels verstehen und beherrschen, wenn man
in der Lage sein will, in einer Sportspielmannschaft mitzuspielen. Diese
enge Verschränkung motorischer und sozialer Fähigkeiten
hat eine Reihe von Lehrbuchautoren nicht davon abhalten können, dennoch
vorzuschlagen, die motorischen Fertigkeiten weitgehend unabhängig
von ihrer Funktion als Sprache d. h. unabhängig von ihrem Verwendungssinn
im Spiel anzueignen. Meist werden zunächst die motorischen Fertigkeiten
am Ball erlernt (Dribbeln, Stoppen, Stoßen), um ihnen dann nachträglich
als Elemente einer Taktik (eines Handlungsplans) ihren Sinn zu geben... |
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Die Einwände gegen so
geplante Lernprozesse liegen auf der Hand. Sie richten sich vor allem dagegen,
dass eine ganze Reihe möglicher sozialer Beziehungen und damit sozialer
Erfahrungen von vornherein eingeschränkt werden auf das, was andere
(Lehrer, Trainer) vorbestimmt haben. Es wird verhindert, dass die Spieler
selbst lernen, soziale Handlungszusammenhänge zu organisieren und
je nach Bedarf (Bedürfnis oder äußerer Notwendigkeit) von
neuem zu regeln.
Gerade Ziele des Sportunterrichts
wie das, den Menschen zu lebenslangem Sporttreiben zu befähigen, schließen
die Fähigkeit, Bewegungs- und Sportspiel unter variablen Bedingungen
selbst zu gestalten, mit ein. Das heißt, - um noch einmal die Analogie
zur Sprache heranzuziehen - man muss selbst bzw. gemeinsam bestimmen können,
was man sagt und bespricht, statt lediglich Texte anderer nachzuplappern..
Erfolgreiches Spielen unter Beachtung dieser Gesichtspunkte ist nicht identisch
mit dem Versuch, einen anderen zu besiegen; erfolgreiches Spielen heißt
dann vielmehr auch: unser Spiel ist gelungen, wir hatten eine gute
Unterhaltung ..."
Dietrich, K.: Fußball.
Spielgemäß lernen - spielgemäß üben, Schorndorf
1975 (4. Auflage)
Spielfähigkeit
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