Neue Erkenntnisse - ein drittes Filament im Sarkomer


 
 

„Entdeckung“ des neben dem Aktin und Myosin dritten Filaments im Sarkomer durchMolekularbiologen (MARUYAMA, WANG), des Titins, das die Myosinfilamente mit den Z-Scheiben verbindet.

Da die Titinfilamente als molekulare Federn im Muskel arbeiten
und die Quelle der Ruhespannung darstellen (und nicht das Bindegewebe wie
etwa das Perimysium und das Sarkolemm), besitzen die Ergebnisse aus diesem Forschungsbereich
höchste Relevanz. So nimmt die Dehnungsspannung einzelner Titinmoleküle
im Verlauf von Dehnungen in ganz ähnlicher Weise ab wie diejenige kompletter
menschlicher Muskeln.


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Quelle: WIEMANN, K./ KLEE, A./ STRATMANN,M.: Filamentäre Quellen der Muskel-Ruhespannung und die Behandlung muskulärer Dysbalancen. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 44 (1998), Heft 4, S. 111 – 118

"Ein Muskel besteht aus einer Vielzahl hintereinander geschalteter Sarkomere, die über sogenannte Z-Scheiben miteinander verbunden sind. Jedes Sarkomer wiederum besteht u.a. aus Titin-, Aktin- und Myosinfilamenten. Im Ruhezustand und bei Dehnung des Muskels üben die Titinfilamente, bei Kontraktion dagegen die Aktinfilamente eine Zugkraft auf die Z-Scheiben aus. Ein Muskel kann also an den Z-Scheiben nicht unterscheiden, ob er gedehnt oder kontrahiert wird. Der einzige Unterschied besteht in der Größe der Zugkraft, die erst bei starker Dehnung der einer Kontraktion entspricht. Auf wiederholte starke Zugkraft an den Z-Scheiben reagiert der Muskel als Schutz vor Überlastung u.a. mit einem Muskelwachstum durch mehr parallele Sarkomere. Hierdurch wird der Muskel stärker und er besitzt durch den Zuwachs an Titinfilamenten auch eine größere Muskel-Ruhespannung."
 

(nach Jöllenbeck)


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