Bewegung, Spiel und Sport im Internet

 
 Rolf Dober
 

 Studie zu digitalen Medien im Sportunterricht


Eine aktuelle Studie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln (veröffentlicht im Februar 2026) untersucht die Einstellung von Jugendlichen zum Einsatz digitaler Medien im Sportunterricht.

Querschnittsstudie mit 291 deutschen Sekundarschülern (weiblich = 153; männlich = 138; Durchschnittsalter 15,78 Jahre).



Zentrale Ergebnisse

  1. Gespaltene Akzeptanz: Die Schülerschaft ist fast gleichmäßig in zwei Lager geteilt: Befürworter und Skeptiker. Es herrscht keine grundsätzliche Ablehnung, aber auch keine unkritische Begeisterung.

    • Positiv bewertet: Entertainment-Elemente, wie z. B. Musik zur Bewegungsbegleitung.

    • Eher kritisch/moderat: Funktionale Anwendungen wie digitale Bewegungsinstruktionen oder Feedbacksysteme.

  2. Treiber der Akzeptanz:

    • Positive Faktoren: Empfundene Freude und der wahrgenommene Nutzen der Medien.

    • Negative Faktoren: Sozialer Druck („Nutzen müssen, weil es erwartet wird“) führt eher zu Widerstand.

  3. Hauptargument der Kritiker: Rund die Hälfte der Befragten befürchtet, dass digitale Medien vom eigentlichen Kern des Sportunterrichts – der körperlichen Bewegung – ablenken könnten.


Fazit

Die Wissenschaftler bewerten die kritische Haltung der Jugendlichen positiv als Zeichen von Medienkompetenz. Jugendliche übernehmen digitale Neuerungen nicht unreflektiert, sondern fordern eine didaktische Begründung und einen situationsangemessenen Einsatz. Die Integration digitaler Medien muss daher stets pädagogisch fundiert und reflektiert erfolgen.


Die ganze Studie

Students' acceptance of digital media in physical education—a cross-sectional study

Zusammenfassung auf der Webseite der DSH Köln


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