Rolf Dober

. . . so wird Bewegung deutlich !

Workshop -  Tipps und Tricks zur Herstellung animierter Lehrbildreihen
Teil 2 - Einsatz des Animationsprogramms


 
Nachdem nun das Ausgangsmaterial vorliegt, kann mit der eigentlichen Animation begonnen werden.

Wichtig ist die Frage des Raumbedarfs. 
Da die Bildreihe einzelne Bilder hintereinander zeigt, die zum Teil in einer Ebene ablaufen, kann die Breite reduziert werden. Die Höhe muss der Bildreihe entsprechen. Da der Speicherbedarf gering gehalten soll, ist es wichtig, nichts überflüssiges im Bild zu haben.



1.
Es wird mit dem Grafikprogramm eine weiße Fläche in der gewählten Größe hergestellt und in Movie Gear eingefügt, nachdem die Funktion "File New" gewählt worden ist. 

Die Ausgangsfläche wird am einfachsten mit der Copy-Paste-Funktion eingefügt (Kopieren-Einfügen).
Es empfiehlt sich auf diese Weise zwischen Bildbearbeitungs- und Animationsprogramm hin- und herzuwechseln.


2.
Nun muss das erste Bild in die weiße Fläche eingfügt werden.

Bereits jetzt ist eine Animation zwischen Bild 1 und der weißen Fläche vorhanden, die mittels des schwarzen Pfeils in der Schaltflächenleiste abgerufen werden kann (abwecheselnd weiß und Turnerin in Ausgangsposition).


3.
Die eigentliche Schwierigkeit  beginnt bei der Herstellung der nächsten Bilder.
Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sich die Turnerin in der richtigen Ebene bewegt.
Welche Punkte sind fest, welchen verändern sich (Bewegungsrichtung, Drechachsen)?
(Die Zeitfolge/Dynamik der Bilder kommt später!)

Ein Fixpunkt stellen für das nächste Bild die Füße dar.
Um in der Animation keine Bruchstellen in den Übergängen zu haben, empfiehlt es sich folgendermaßen vorzugehen:
Aus der Bildreihe wird mit dem freien Ausscheidewerkzeug des Grafikprogramms das zweite Bild ausgeschnitten und auf Bild 1 gesetzt.
Das sieht so aus (Bild links).
Natürlich muss dann der  sichtbare Teil von Bild 1 noch entfernt werden (Übermalen). Das Bild wird anschließend wieder mit der Copy-Funktion in die Zwischenablage gelegt und bei Movie-Gear eingefügt (s. 2.)


4.
Auf diese Weise werden jetzt alle Einzelbilder bei Movie-Gear eingefügt.



5.
Während dieses Vorgangs kann immer wieder überprüft werden, ob die Übergänge der Einzelbilder stimmen (schwarzer Pfeil in der Schaltflächenleiste zeigt die jeweilige Animation an, auch wenn die Datei noch nicht gespeichert ist).


Schließlich sollte noch überprüft werden, ob die Reihenfolge der Bilder auch wirklich richtig ist. Falls nicht, kann durch Ausschneiden und Einfügen die Reihenfolge problemlos geändert werden.
 


6.
Bis jetzt laufen die Einzelbilder mit 1 sec pro Bild.
Dadurch entsteht zwar ein interessanter Zeitlupeneffekt, aber keine Animation, die der echten Bewegung nahe kommt.

Hierzu muss der Zeitabstand zwischen den Bildern verkürzt werden.

Zwei Möglichkeiten der Einstellung bietet Movie-Gear an:

  • durch Anklicken des Einzelbildes kann ich die Zeitdauer für jedes einzelne Bild einstellen
  • durch die Wahl  EDIT - GLOBAL FRAME PROPERTIES

  • kann für die gesamte Animation eine feste Übergangszeit gewählt werden.
    Am günstigsten ist in der Regel eine Kombination: Nachdem eine Grundeinstellung vorgenommen wurde, kann individuell nachgebessert werden.
Die Animation ist fertig und kann gespeichert werden.
Die Möglichkeiten des Programms sind damit aber noch nicht erschöpft und sollten auch wahrgenommen werden.
  TEIL 3: Optimierung der Animation