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Aktuelle Meldungen rund um den Schulsport
Aktuelle Beiträge zur Bedeutung des Sports in der Schule
Hinweise auf innovative Projekte
Weiterführende Links zum Thema am Ende des Artikels
18.9. 2008 Offenbach Post
Fußball verbindet und macht Mädchen stark
Dietzenbach - Najoua, Diana und Karima gehen zwar auf die gleiche Schule, doch sie kennen sich nur vom Sehen; der Altersunterschied der 13-, 15- und 18-Jährigen ist zu groß. Dabei haben sie alle etwas gemeinsam: Ihre Leidenschaft und ihr Interesse für Fußball.
Diese können die Ernst-Reuter-Schülerinnen jetzt nicht nur ausleben und trainieren, sondern auch an andere weitergeben: Denn sie absolvieren eine dreitägige Ausbildung zur Fußballtrainer-Assistentin.Sport verbindet, heißt es - deshalb hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dieses Projekt initiiert, das in Dietzenbach im Rahmen von "Wir bewegen uns" stattfindet. Denn genau das ist das Ziel des Projekts: soziale Integration von Mädchen durch Fußball - insbesondere jener mit Migrationshintergrund. "Fußball macht Mädchen stark und selbstbewusst, weil sie sich gegen die Jungs behaupten müssen", sagt Ulf Gebken von der Universität Osnabrück, die das Projekt bundesweit betreut. Besonders weibliche Übungsleiter seien selten, erläutert er. "Wir suchen soziale Talente", bringt es Gebken auf den Punkt. Und in Dietzenbach gebe es einige davon, das bestätigt Betreuer Bastian Kuhlmann: "Wahnsinn, wie gut die Mädels drauf sind." Die 16 Mädchen der Ernst-Reuter- und der Heinrich-Mann-Schule zwischen zwölf und 18 Jahren seien mit so großem Elan dabei, könnten gut alleine arbeiten und vor allem alle kicken, lobt Kuhlmann seine Gruppe.
Während der drei Tage geht es jedoch nicht nur um das Fußballspiel an sich, sondern auch um die Vermittlung von Führungsqualitäten: etwa Aufsichtspflichten, Umgang mit Verletzungen oder Struktur einer Sportstunde. Dann werden den Mädchen Fußballtechniken beigebracht, damit sie als Vorbild fungieren können. Zudem lernen sie, ihre Erkenntnisse weiterzugeben.
Die Sporthalle der Aue-Schule ist in mehrere Stationen aufgeteilt, 43 Erstklässler sollen sich im Fußball üben - unter Anleitung der neuen Assistentinnen. Mit großer Geduld bringen sie ihren Schützlingen Dribbling, Passspiel, Zielschuss, Tricksen, Kopfball, Jonglieren oder Zweikampf bei. Im Gegensatz zu männlichen Kollegen seien Trainerinnen sozial viel kompetenter, sagt Gebken. "Sie sprechen die Kinder anders und ruhiger an, suchen eher den Körperkontakt und nehmen auch mal ein Kind auf den Schoß zum Trösten", benennt Gebken die weiblichen Stärken.
Um diese weiß auch Gabriele Perry vom FC Dietzenbach. Bei ihr können die Mädchen als Betreuerinnen in den Fußball-AGs ihr Wissen vertiefen. So hofft man, Vorbehalte und Distanz zum Verein nehmen zu können. Bei Najoua, Diana und Karima ist es gelungen. "Es war anstrengend, aber eine schöne Erfahrung und hat Lust gemacht, weiter dran zu bleiben", sind sich die drei einig.
18.9.2008 Braunschweiger Zeitung
1,2,3 – und Spaß hat’s gemacht!
"Leichtathletik in Aktion": Sogar zwei Kinder mit Behinderungen wagten sich auf den Parcours im Stadion
"Die beiden machen alles mit, was im Rahmen ihrer Möglichkeiten geht", sagt Rebecca Steindorf, Lehrerin der Klasse 4 B der Grundschule Rühme. Die beiden – das sind Kevin Brandes und Miriam Wosnitza. Kevin hat eine seltene Krankheit und ist gehbehindert. Miriam leidet als Frühgeburt unter einer Spastik.
Es geht nicht um Ergebnisse und persönliche Rekorde, sondern um das Gruppengefühl. Die Grundschule Rühme war gestern bei der 4. Auflage von "Leichtathletik in Aktion" im Eintracht-Stadion das beste Beispiel dafür. "Beim Stabhochsprung hätte ich zwar mitmachen können", aber ich habe mich nicht getraut", sagt Miriam. Ihr Gleichgewichtssinn funktioniert nicht richtig. Aber für die 10-Jährige gab es noch andere Möglichkeiten, dabei zu sein. Zum Beispiel bei der Station "1,2,3 – dann fliegt das Ding", an der verschiedene Wurfgeräte geschleudert und gestoßen wurden. "Das war auf jeden Fall am besten", sagt Miriam.
Dass sie nicht bei allen Disziplinen dabei sein konnte, fand sie nicht so schön. Doch aus Vorsicht auf einige Aktivitäten zu verzichten, kennt sie bereits aus dem normalen Sportunterricht. "Beim Hase-und-Jäger-Spiel darf ich als Hase auch nie gefangen werden."
"Ich finde es toll, dass ich zum ersten Mal im Stadion bin", meint der 9-jährige Kevin aus Miriams Parallelklasse. Beim Weitsprung setzte er vorsichtshalber aus. "Wenn ich mir was breche, ist das bei meiner Krankheit besonders gefährlich", erzählt Kevin.
Beim Hindernisparcours war er allerdings dabei, ließ die Slalomstangen rechts und links von sich stehen und krabbelte unter tunnelartig aufgestellten Turnmatten hindurch. Die Mitschüler aus seiner Gruppe feuerten ihn bei den Staffelübungen lautstark an.
Richtig Spaß gemacht hatte es am Ende wohl nicht nur den beiden. Rund 350 Viertklässler aus 16 Braunschweiger Grundschulen tummelten sich auf dem Grün des Eintracht-Stadions. Der Bekanntheitsgrad der mittlerweile etablierten Veranstaltung lässt die Zahl der Anmeldungen weiter steigen.
"Es gab einen neuen Melderekord", berichtet Koordinator Hartmut Kroll. 45 Klassen hatten sich beworben. Das Projekt war 2005 vom Deutschen Leichtathletikverband initiiert worden und wird nun vom Niedersächsischen Leichtathletikverband und der Sportjugend Braunschweig ausgerichtet.
"Hier wird nicht nur die Spitze, sondern auch die Breite gefördert", sagte Kroll und freute sich über das erneut sonnige Wetter. Leistung und Konkurrenzdenken rückten in den Hintergrund – so hatten auch wirklich alle Kinder ihre Freude.
15.09.2008 DOSB
"Sport bildet - Bildung bewegt"
Unter dem Motto "Sport bildet - Bildung bewegt" findet vom 10. bis 11. Oktober die erste DOSB Bundeskonferenz Sportentwicklung in Berlin statt. Der Kongress verbindet erstmals das Thema Sportentwicklung mit Bildungsprozessen. Die gesellschaftlichen Handlungsfelder des Sports und der Politik werden aufgrund des Problemdrucks und der Veränderungsimpulse auch weiterhin das Handeln von Politik und Sportorganisationen prägen. Dazu kommt das Thema "Bildung". Reformen des Bildungswesens mit dem Ziel der Qualitätsverbesserung und der Schaffung von Chancengleichheit werden gefordert.
Diese Entwicklungen und ihre Auswirkungen sollen auf der DOSB Bundeskonferenz diskutiert werden. Dazu stehen zahlreiche Fachleute aus den Mitgliedsorganisationen sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Arbeitskreisen zur Verfügung.
Die Themen spannen sich von Gesundheit, Seniorensport und Integration bis hin zu Schulsport und bürgerschaftlichem Engagement.
Am 10. Oktober findet abends eine Empfang im Roten Rathaus auf Einladung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport und des Landessportbundes Berlin für alle Kongressteilnehmer statt.
16.9. 2008 Unfallkasse NRW
Höchst dotierter Schulpreis in Deutschland
Unfallkasse Nordrhein-Westfalen vergibt Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“
Düsseldorf. Erstmals hat jetzt die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ verliehen. In einer Feierstunde in der Duisburger Mercatorhalle zeichnete sie gestern 54 Schulen aus. Die ausgezeichneten Schulen erhalten bis zu 12.000 €. Insgesamt ist derPreis mit 500.000 € dotiert. Ziel des Preises ist, Anreize fürSchulen zu schaffen, sich zu guten, gesunden Schulen zuentwickeln. Mit dem Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ unterstützt die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen die Schulen, sich über das gesetzlichvorgeschriebene Maß für Schulgesundheit und Sicherheit zu engagieren“, erläutert Josef Micha, Sprecher der Geschäftsführung der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. „Erwiesen ist, dass Kinder, die eine gewaltfreie und unfallarme Schule besuchen, besser lernen. Eine gute Schule ist immer auch eine gesunde Schule. Schulgesundheit und Schulqualität der einzelnen Schule sind dabei untrennbar miteinander verbunden. Wir möchten ausdrücklich die Lehrkräfte in diese Schulentwicklung mit einbeziehen und sie positiv unterstützen, damit sie ihrem Bildungs-und Erziehungsauftrag nachkommen können.“
„Wir möchten Schulen auszeichnen, die in einem dreistufigen Bewerbungsverfahren den Nachweis erbracht haben, dass sie Gesundheitsförderung und Prävention in ihre Schulentwicklung integriert haben“, sagt Dr. Sven Dieterich, Gesundheitswissenschaftler, Pädagoge und verantwortlicher Referent für den Schulentwicklungspreis bei der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. „Es geht uns um die nachhaltige Verbesserung dergesundheitlichen Bedingungen aller an Schule Beteiligten“. Ansätze, wie Preisträgerschulen ihre Schulqualität durch Gesundheitsförderung gesteigert haben, gibt es viele. Die einen sorgen sich besonders um ihrerenovierten Gebäude und achten auf gesunde Ernährung in der Mensa,die anderen ermöglichen Ihren Lehrkräften verstärkt Fortbildungsangebote und Abwechslung im schulischen Alltag und wiederum andere haben in ihren Unterricht und in den Pausen ein umfangreiches Sport-und Bewegungskonzept integriert.
Auswahlverfahren des Schulentwicklungspreises
Der Schulentwicklungspreis ist ein Prämiensystem, das dazu beitragen solldie Prävention und die Gesundheitsförderung in den Schulen zu verankern.Mit dieser Intention ist er bundesweit einmalig. Insgesamt haben sich 376 Schulen um den Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ beworben.Die ausgezeichneten Schulen haben ein dreistufiges Verfahren erfolgreichabsolviert. Zunächst entscheiden die Antworten in einem Bewerbungsbogen über die weitere Teilnahme am Wettbewerb. In einem zweiten Schritterhalten die Schulen einen qualitativen Fragebogen, der Auskunft über ihrePräventionsarbeit gibt und sie müssen Unterlagen, z. B. ihr Schulprogramm, einreichen. Im letztenSchritt werden die noch im Feld verbliebenen Schulen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen besucht. Hierbei stehen u.a. ein Schulrundgang und ein Interview mit der Schulleitung auf dem Programm. Jede Stufe des Wettbewerbs wird wissenschaftlich durch ein externes Institut begleitet. Ein wissenschaftlicher Beirat sorgt zudem für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Preises. Alle teilnehmenden Schulen erhalten eine inhaltliche Rückmeldung zu ihrer Bewerbung und können auf Unterstützungsangeboteder Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (Informations- und Arbeitsmedien,Seminare, Beratungen) zurückgreifen.Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen bewertet die teilnehmenden Schulendabei nach den Qualitätskriterien Arbeitsplätze und -bedingungen, Tagesstrukturen, Klima und Integration, Kooperation und Teamarbeit und Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe.
Ministerin lobt den Schulentwicklungspreis
NRW-Schulministerin Barbara Sommer betont, dass der Schulentwicklungspreis die Schulen bei ihrer Schulentwicklung gleich in mehrfacher Hinsicht unterstützt. „Er bietet den Schulen eine Gelegenheit ihre Qualitätzu überprüfen, er unterstützt die Bemühungen des Landes, die Qualität der Schulen zu verbessern und dabei den Fokus auf die Gesundheitsqualitätzu legen und er ist der am höchsten dotierte Schulpreis in Deutschland“,erklärte die Schulministerin des Landes NRW anlässlich der Preisverleihung.Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
E-Mail: t.picht@unfallkasse-nrw.dewww.schulentwicklungspreis.de
http://www.unfallkasse-nrw.de/
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31.8.2008 IDW
Täglich eine Stunde Sportunterricht verbessert die Leistungs- und Koordinationsfähigkeit von Kindern
Neue Studie aus Leipzig wurde beim Europäischen Kardiologenkongress vorgestellt
Bereits die relativ einfache Methode eines täglichen Schulsportunterrichts hat positive Effekte auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die motorischen Fähigkeiten von Schulkindern, berichtet Dr. Claudia Walther (Universität Leipzig, Herzzentrum, Abteilung für Kardiologie) auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in München. Im Rahmen einer Studie hatte sie 333 Kinder aus elf Klassen der 6. Jahrgangsstufe von Schulen aus Leipzig und Umgebung untersucht. Fünf Klassen behielten den regulären Sportunterricht von zwei Stunden pro Woche bei, sechs Klassen erhielten für ein Schuljahr zusätzlichen Sportunterricht von täglich einer Stunde. Alle Kinder wurden zu Beginn und am Ende des Schuljahres eingehend untersucht. Fazit: Täglicher Schulsportunterricht führt zu einer signifikanten Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit um 20 Prozent gemessen anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme, im Vergleich zu einer 10-prozentigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei Kindern mit konventionellem Sportunterricht. Der motorische Quotient (MQ), ermittelt anhand des Körperkoordinations-Tests für Kinder (KTK), verbesserte sich bei Schülern der Interventionsgruppe von 108,7 auf 115,8 und bei Schülern der Kontrollklassen von 107,8 auf 112,2.
Ziel des Leipziger Schulprojekts ist es, durch zusätzlichen Sportunterricht die körperliche Fitness und Aktivität von Schulkindern zu steigern, einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu lehren und gegebenenfalls eine vorhandene Übergewichtigkeit zu korrigieren.
Bis zu 25 Prozent der europäischen Schulkinder werden heutzutage als übergewichtig eingestuft, die Tendenz ist weiter steigend. Gleichzeitig wird eine Zunahme der Adipositas-assoziierten Begleiterkrankungen wie metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus und andere chronische Erkrankungen bis hin zur Atherosklerose im Kindesalter beobachtet. Dr. Walther: "Die kindliche und jugendliche Adipositas kann aber auch Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter hinein haben, da man beobachtet hat, dass Übergewichtigkeit im Kindesalter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch zu Übergewichtigkeit im Erwachsenenalter mit den assoziierten Begleiterkrankungen und Risikofaktoren führt." Um Kinder und Jugendliche auf breiter Basis anzusprechen und in ein geeignetes Programm einzubeziehen, bieten sich insbesondere Kindergärten, Schulen und Universitäten an, empfiehlt Dr. Walther.
30.8. 2008 Schulsport-NRW
Schulsport-aktiv.de ist online
Zum Start des Internetauftritts winken in einem Videowettbewerb Preise im Wert von 5000,- €.
Doch nicht alleine diese Preise sollten ein Grund sein, den Jugendlichen das Portal vorzustellen. Neben vielen Informationen haben die Schülerinnen und Schüler vielfältige Möglichkeiten ihre Meinungen, Ideen und Erfahrungen in den Internetauftritt einfließen zu lassen.
Direkt zum Internetauftritt Schulsport-aktiv.de
28.8. 2008 Bayerisches Kultusministerium
Initiative "Voll in Form" für Grundschulen
Lehrer und Sportler schildern Erfahrungen
Am kommenden Montag, 01.09.2008, gibt Kultus- und Sportminister Siegfried Schneider den Startschuss zur flächendeckenden Einführung der Initiative "Voll in Form". Gemeinsam mit Lehrern, Eltern und dem Olympiasieger Alexander Grimm stellt Kultusminister Schneider die Kernpunkte dieser Initiative vor. Ca. 490.000 Schüler an rund 2.300 Grundschulen werden sich künftig über den eigentlichen Sportunterricht hinaus "in Form bringen". "Voll in Form" zielt darauf ab, Bewegung und Ernährung noch stärker in den Schulalltag einzubeziehen.
Die Grundschüler sollen an jedem Unterrichtstag, an dem kein Sportunterricht stattfindet, an einer intensiven Bewegungsphase von mindestens 20 Minuten teilnehmen. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften in regelmäßigen Abständen ein gemeinsames Schulfrühstück einnehmen, das den Schülern die Vorzüge einer gesunden Mahlzeit samt Trinken erleben lässt. "Wir wollen Bewegung und Ernährung noch stärker als bisher in den Schulalltag einbeziehen - zum Wohl der Schülerinnen und Schüler", fasste Kultusminister Schneider die zentrale Zielsetzung der Initiative in Worte.
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24.8.2008 DOSB
Leichtathletik macht Kinder stark!
Unter dem Motto „Kinder stark machen“ – „Freu Dich auf die WM“ starteten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutsche Leichtathletik-Verband den Vereinswettbewerb zur Leichtathletik-WM Berlin 2009. Elisabeth Pott, die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sieht die WM 2009 als ideale Plattform dafür, die Leichtathletikvereine für „Kinder stark machen“ und das damit verbundene Thema Suchtvorbeugung zu interessieren. „Besonders freut es mich, dass wir in den rund 8.000 Leichtathletikvereinen die wichtigen Zielgruppen Trainerinnen und Trainer sowie Eltern in großer Zahl erreichen.“
„Mit dem Vereinswettbewerb binden wir die Vereinsbasis in die Leichtathletik-WM ein“, so Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. „Wir wollen möglichst viele Vereine zum Mitmachen animieren und dabei vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit positive Akzente setzen. Ich bin sicher, dass die WM-Begeisterung, die jetzt schon spürbar ist, zu großer Aufmerksamkeit für diese Kampagne in unseren Vereinen führen wird.“ In dem Wettbewerb werden die Leichtathletikvereine ermuntert, eine eigene Veranstaltung unter das Motto „Kinder stark machen“ zu stellen und Ideen zur Suchtvorbeugung und zur Förderung von Lebenskompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.
Die kreativsten Vereine werden 2009 mit einem „WM-Aktionstag“ belohnt: Dr. Harald Schmid, 400-m-Hürden-Europameister und Botschafter der Kampagne „Kinder stark machen“ kommt mit dem „WM-Mobil“ in den Verein und sorgt mit seinem Team für ein Programm aus Unterhaltung, Information, Leichtathletik-Workshops und Gewinnspielen. Eine große Leichtathletikshow mit den Kindern und Jugendlichen des Vereins rundet die Veranstaltung ab. Unter den am Wettbewerb teilnehmenden Vereinen wird eine Reise für 50 Vereinsmitglieder zu den Weltmeisterschaften nach Berlin verlost.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Vereine als Partner für die Suchtvorbeugung bereits im Kindesalter zu gewinnen. Mit ihrem Engagement betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den besonderen Wert der Jugendarbeit in den Sportvereinen für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Durch die Kampagne „Kinder stark machen“ soll frühzeitig die Entwicklung von Kindern zu starken Persönlichkeiten gefördert werden, damit sie später „Nein“ zu Drogen, Nikotin und Alkohol sagen können. Dabei verzichtet sie auf den moralischen Zeigefinger und zeigt stattdessen, wie Suchtvorbeugung im Sport aussehen kann.
Im Rahmen der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften verlängerten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutsche Leichtathletik-Verband ihre seit 1996 bestehende Partnerschaft auf dem Feld der Suchtvorbeugung. Der Kooperationsvertrag wurde direkt im Anschluss an die Pressekonferenz am Informationsstand der Kampagne „Kinder stark machen“ von Elisabeth Pott und von Clemens Prokop unterzeichnet.
22.7. 2008 Sportunterricht.de
Umfrage - Anwendung sportmotorischer Tests im Sportunterricht
Die Sportministerkonferenz und die KMK schlagen die Einführung eines einheitlichen Fitnesstests für die deutschen Schulen vor. Ziel dieses Vorschlags ist es, perspektivisch statistisch verlässliche Daten über die Fitness von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu bekommen. Die Teilnahme an der Befragung erfolgt anonym. Es werden lediglich Angaben erhoben zum Geschlecht, Lebensalter, zum Dienstalter und zur Schulform.
3.7. 2008 DSLV
Memorandum zum Schulsport
DSLV. DVS, DOSB und FSW stellen Entwurf ins Netz![]()
Zur Situation des Schulsports in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren von verschiedenen
Organisationen zahlreiche, teils widersprüchliche programmatische Stellungnahmen, Orientierungshilfen, Aktionsprogramme und Resolutionen vorgelegt, die als Einzelaktionen der jeweils beteiligten Institutionen oder Interessensverbände die Diskussion zur Verbesserung der Situation des Schulsports und der Sportlehreraus-, fort- und -weiterbildung nicht wesentlich voran gebracht haben.Ziel dieses gemeinsamen, von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), dem Deutschen Sportlehrerverband (DSLV), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Fakultätentag der Sportwissenschaftlichen Institute Deutschlands erstellten Memorandums ist es deshalb, diese unterschiedlichen Positionen zu einem konsensfähigen Strategie- und Positionspapier zusammenzufassen. Politischen und schulischen Entscheidungsträgern sollen hiermit ebenso wie alltäglich mit der Schulsportpraxis konfrontierten Lehrkräften und Ausbildern richtungweisende und zumindest mittelfristig realisierbar erscheinende Impulse zur Optimierung der Situation des Schulsports auf allen Schulstufen gegeben werden.
Dabei werden in die Bezeichnung „Schulsport“ sämtliche Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote in der Verantwortung von Schulen mit einbezogen.
Die Aussagen zu diesem Memorandum erwachsen damit aus der konkreten Perspektive der Sportwissenschaft, der Sportlehrerschaft und der Sportorganisationen.
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26.6. 2007 Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung
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Bundesernährungsminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitministerin Ulla Schmidt haben am 25. Juni in Berlin ihre gemeinsame Initiative IN FORM vorgestellt. "Wir wollen erreichen, dass Kinder gesünder aufwachsen, dass Erwachsene gesünder leben und dass alle von einer höheren Lebensqualität und einer gesteigerten Leistungsfähigkeit profitieren", so Seehofer.
Die Initiative, so Ministerin Schmidt, sei dringend notwendig, denn rund 37 Millionen Erwachsene und rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland seien übergewichtig oder adipös. Gleichzeitig zeigten rund 1,4 Millionen Kinder und Jugendliche Symptome einer Essstörung. Die Kosten durch Krankheiten, die durch falsche Ernährung und/oder Bewegungsmangel begünstigt werden, lägen heute bereits bei rund 70 Milliarden Euro im Jahr.Seehofer betonte, dass es bei IN FORM nicht um Reglementierungen oder Verbote gehe. "Es geht um Anreize, Motivation und Strukturen. Wir wollen eine Kultur des gesundheitsförderlichen Lebensstils, um Deutschland ‚IN FORM’ zu bringen“, so der Minister.
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16.6. 2008 DOSB
Deutscher Schulsportpreis an Offenbacher Schule
Die Rudolf-Koch-Schule aus Offenbach am Main gewinnt den Deutschen Schulsportpreis des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Deutschen Sportjugend und damit 5.000 Euro. Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, hat heute im Bundeskanzleramt den Deutschen Schulsportpreis an die Gewinnerschule verliehen. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Thema: „Integrationskonzepte für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch Sport“. Böhmer sagte in ihrer Laudatio: „Der Sport ist Integrationsmotor in Deutschland und der Schulsport erreicht alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen. Er vermittelt Werte, Teamgeist und Körpergefühl. Im sportlichen Wettkampf spielen Herkunft, Religion und Sprache keine Rolle.“
Den zweiten Platz belegte das Berufskolleg Essen-Mitte, gefolgt von der Ganztagsschule an der Burgweide, Hamburg. Die Laborschule Bielefeld wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Insgesamt 10.000 Euro erhalten die drei erstplatzierten Schulen mit der Auflage, sie zweckgebunden für den Schulsport zu verwenden.
Ziel des Wettbewerbs ist es, beispielhafte Konzepte des Schulsports aufzuzeigen, die sich bereits über einen längeren Zeitraum bewährt haben. Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss, erläuterte dazu, dass gerade in der Kooperation zwischen Schule und Verein besondere Chancen liegen, sich gezielt mit Integration durch und mit Sport zu beschäftigen. Er betonte: „Ich hoffe, dass sich – motiviert durch den Deutschen Schulsportpreis – auch andere Schule auf den Weg machen und sich für Integration engagieren. Die vier ausgezeichneten Schulen geben dazu sehr gute Beispiele von best practice. Sie zeigen, dass es in jeder Schulform möglich ist, Integration auch bei einem hohem Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund nicht nur zu betreiben, sondern daraus auch einen Gewinn zu ziehen.“
13.06.2008 DOSB
Chancen der Ganztagsförderung nutzen
Mit dem Grundsatzpapier „Chancen der Ganztagsförderung nutzen“ rufen der DOSB und die Deutsche Spotjugend (dsj) dazu auf, die Chancen der Ganztagsförderung zu nutzen. In einer kontinuierlichen Kommunikation mit Netzwerkpartnern aus den Bereichen Schule und Politik sollen Angebote im Ganztag gestaltet und weiter entwickelt werden. Das Papier wurde am 29. Mai 2008 in Frankfurt am Main vom Präsidium des DOSB verabschiedet. „Bewegung, Spiel und Sport sind für die Gesamtentwicklung und den Lernerfolg im Kindes- und Jugendalter von grundsätzlicher Bedeutung. Wir sehen hier eine neue Chance für die partnerschaftliche Zusammenarbeit insbesondere zwischen Schulen und Sportvereinen “, sagte Ingo Weiss, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend (dsj). Die bundesweite Ausweitung des ganztägigen Angebots an Schulen bringt sowohl für die Schulen, als auch für den organisierten Sport vielfältige Herausforderungen und Veränderungen.
Die Ganztagsschule steht vor der Aufgabe, qualitativ hochwertige Angebote zu machen, bei deren Ausgestaltung die Kooperation und Vernetzung mit Anbietern der Kinder- und Jugendarbeit sinnvoll und beiderseitig wünschenswert ist. Die außerschulischen Partner und insbesondere der organisierte Sport, verfolgen dabei das Ziel, Bewegungs- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche sicherzustellen. DOSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper betonte, „das Grundsatzpapier soll den Vereinen die Ängste nehmen und auf die Chancen hinweisen, die die Ganztagsförderung an den Schulen gerade für den organisierten Sport bietet und als Basis für einen internationalen Austausch im Ganztageskontext dienen“.
4.6. 2008 Frankfurter Rundschau
Schwimmstudie
Hilflos im Wasser
Mitte Mai läuft wieder eine dieser Meldungen über den Ticker, die einen erschauern lassen: Ein achtjähriges Mädchen im Münsterland will einen Schuh aus einem Flüsschen fischen und ertrinkt - ein Beispiel von vielen. Hunderte Menschen kommen jedes Jahr bei Unfällen im Wasser ums Leben. 2007 waren es 484, meldet die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Zwar waren das 122 weniger als im schöneren Sommer 2006, insgesamt stiegen die Zahlen seit Ende der 90er jedoch wieder, betont DLRG-Sprecher Martin Janssen.
Studien belegen, dass es mit der Schwimmfähigkeit schon der Heranwachsenden nicht gut bestellt ist: Fast 30 Prozent der Fünftklässler in Nordrhein-Westfalen sind Nichtschwimmer, hat Professor Dietrich Kurz von der Uni Bielefeld in seiner repräsentativen Mobaq-Studie mit mehr als 1000 Kindern aus weiterführenden Schulen 2006 herausgefunden.
Start in Klasse drei "ist zu spät"
Von fünf einfachen Aufgaben, die Basisqualifikationen für die Bewegung im Wasser widerspiegelten, darunter Springen vom Startblock und 25 Meter schwimmen, hätten neun Prozent der Kinder keine einzige bewältigt. 19 Prozent schafften nur eine oder zwei der Übungen. Auch diese Gruppe zählt Kurz zu den Nichtschwimmern: "Da kann man reden wie man will: Die können nicht schwimmen." Wer alle fünf Aufgaben meistere, sei immer noch nicht zwingend ein Ass im Wasser: "Aber das Kind erfüllt die Voraussetzungen dafür, nun richtig schwimmen zu lernen."Viele haben die nicht. DLRG-Präsident Klaus Wilkens sieht hier ein Versäumnis der Schulen: "In der Regel steht Schwimmen erst in Klasse drei auf dem Lehrplan: Das ist zu spät." Bis zum 8. Lebensjahr lernten nämlich nur 61,4 Prozent der Kinder schwimmen - Ergebnis einer Emnid-Umfrage von 2004 im Auftrag der DLRG. Auch danach passiere offenbar nicht mehr viel: 33,9 Prozent der Kinder lernten es auch bis zum 18. Geburtstag nicht.
"Erschütternd" nennt das Professor Wolf-Dietrich Brettschneider von der Uni Paderborn. Der Autor der Sprint-Studie zum Sportunterricht betont zwar, noch immer gebe es keine repräsentative Untersuchung für Deutschland. Werte man verschiedene lokale und regionale Studien aus, erhärte sich jedoch der Trend: "Ein Drittel der Kinder, die die Grundschule verlassen, können nicht schwimmen." Damit erhöhe sich nicht nur die Gefahr zu ertrinken. "Diesen Kindern fehlt auch die Erfahrung im faszinierenden Element Wasser." Den entgangenen Genuss sieht er als "Beeinträchtigung der sinnlichen Erfahrung".
Das Erschreckendste an seinen Ergebnissen nennt Professor Kurz die Erkenntnis: "Die Kinder, die nicht schwimmen können, sind genau dieselben, die auch nicht lesen können. Sie stammen aus Familien, die ihre Kinder nicht fördern." Mit großer Wahrscheinlichkeit besuchten sie Haupt- oder Gesamtschule, kämen überwiegend aus Ballungszentren, seien häufig muslimisch und meist nie Mitglied eines Sportvereins gewesen. Laut Emnid gaben 86,7 Prozent der Abiturienten an, schwimmen zu können; bei den Hauptschülern waren es nur 51,1 Prozent. Infografik - FR
Obwohl Brettschneider versichert, dass zwei Drittel der Grundschulkinder im Laufe der vier Schuljahre Schwimmunterricht haben, bedeute das nicht, "dass sie dort auch schwimmen lernen". Die Realität sei oft "Spielen im Bewegungsfeld Wasser: Da wird dann ein Waschlappen mit den Zehen an die Oberfläche geholt, aber die harten Schwimmmethoden fallen weg."
Auch Kurz hat herausgefunden: "In der Schule lernen Kinder Schwimmen am wenigsten." Schuld daran seien nicht die Lehrer, sondern die Bedingungen des Schwimmunterrichts.
20 Prozent der Grundschulen in Deutschland hätten keinen Zugang zu Schwimmbädern, sagt Brettschneider, der sich die Daten von allen 16 Bundesländern hat geben lassen. 70 Prozent müssten drei bis zehn Kilometer weit fahren. Die zunehmende Privatisierung vieler Bäder verteure das Schwimmen häufig enorm. Besonders problematisch sieht der Sportwissenschaftler jedoch die mangelnde Qualifikation der meisten Lehrer, die an Grundschulen Schwimmen unterrichten: "50 Prozent sind fachfremd und besitzen keine formale Qualifikation."
War früher alles besser? Die DLRG verneint. Schließlich seien Anfang des 20. Jahrhunderts jedes Jahr 5000 bis 8000 Menschen ertrunken. 1951 waren es noch 2105. Die Zahlen sanken kontinuierlich auf 1119 in 1971 und den Tiefstand von 429 im Jahr 2000. Seither deute die Zahlenreihe wieder nach oben. Janssen zufolge auf im Schnitt 532 in den Jahren 2000 bis 2007.
Zahlen, die den Boom der Bädereröffnungen in den 60er und 70er Jahren und gleichzeitig die zunehmenden Bäderschließungen in der Gegenwart widerzuspiegeln scheinen. Eine Medienrecherche der DLRG hat laut Janssen ergeben, "dass in den vergangenen zehn Monaten über 203 bereits vollzogene oder geplante Bäderschließungen berichtet wurde."
Brettschneider fasst zusammen: "Bis vor ein paar Jahren haben sich die Eltern noch weitgehend darum gekümmert, dass ihre Kinder schwimmen lernen. Das hat nachgelassen." Mit fatalen Folgen: Nur 15 Prozent der von Kurz als "Könner" eingestuften Schüler haben ihre Fertigkeiten der Schule zu verdanken, 33 Prozent lernten in der Familie schwimmen, 44 Prozent in einem Kurs - offenbar mit Unterstützung der Eltern. Falle die weg, stehen die Chancen für die Kinder erheblich schlechter.
"Soziale Ungleichheit"
An erster Stelle sehe er neben Appellen an die Eltern die Qualifikation der Lehrer: "Wenn es nicht möglich ist, den Schwimmunterricht in die Ausbildung aufzunehmen, dann muss Fort- und Weiterbildung zwingend vorgeschrieben werden. Da sehe ich die Kultusminister in der Pflicht." Auch Kurz konstatiert eine "soziale Ungleichheit", gegen die nur die Schule wirksam angehen könne: "Aber der reguläre Schwimmunterricht reicht offensichtlich nicht aus."Die GEW in Baden-Württemberg fordert deshalb Schwimmunterricht für alle Grundschulkinder. "Hier darf nicht gespart werden. Alle Schulen müssen Zugang zu Schwimmbädern bekommen", so Landeschefin Doro Moritz.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat als erste Reaktion die Kampagne "QuietschFidel" ins Leben gerufen, mit der es zusammen mit Sportverbänden und Kommunen "zum aktiven Schwimmen motivieren" will. Ob das genügt? Kurz ist skeptisch: "Wie ernst das Land das Problem nimmt, würde ich daran messen, ob es sich traut, unseren Test in fünf Jahren noch einmal zu wiederholen."
Sportunterricht.de - Materialien zum Schwimmen in der Schule
2.6.2008 - Pressemitteilung
"Jugend in Bewegung - Sport bringt zusammen"
In Teams aus Schulen, Vereinen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen organisierten sie einen Integrationsmarathon, ein Sport-Turnier mit europäischen Partnern oder eine „Weltreise“ mit Kindergartenkindern. Gleichzeitig führten die Kinder und Jugendlichen eine oder mehrere Wochen lang Bewegungsprotokolle über ihre Bewegungszeit beim Sport und in der Freizeit.
Insgesamt beteiligten sich an der vom Land Hessen ins Leben gerufenen Aktion 60 Teams – darunter 30 aus Hessen – mit mehr als 300 Partnern. Die erfolgreichsten hessischen Teams wurden heute im Festsaal des Wiesbadener Rathauses ausgezeichnet. Der Gesamtsieg 2008 im Kreativ-Teil des Wettbewerbs geht unter den Teilnehmern aus allen vier Bundesländern an das Team Wiesbaden-Breckenheim. Den ersten Platz im Bewegungs-Wettbewerb belegt das Team aus Viernheim.
„Ich bin begeistert, dass so viele Teams mitgemacht haben und freue mich über die guten Ideen für mehr Fairness im täglichen Miteinander – sei es in der Schule, im Alltag oder im Sport. Der Wettbewerb ‚Jugend in Bewegung’ hat in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag geleistet – und das im doppelten Sinne: Kinder und Jugendliche werden sensibilisiert für mehr Bewegung und rücksichtsvollen Umgang miteinander“, gratulierte Joachim Jacobi, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, den Gewinnern. Die Erfolge der Aktion „Jugend in Bewegung“ seien auch der Unterstützung durch Lehrerinnen und Lehrer, pädagogische Fachkräfte, Übungsleiterinnen und Übungsleiter in den Vereinen sowie den Eltern zu verdanken. Sie hätten die Kinder und Jugendlichen zum Durchhalten motiviert und seien oft selbst aktiv dabei gewesen, so der Staatssekretär.
Als Preise erhalten die Sieger-Teams u. a. einen Besuch des „Kölner Spielecircus“, der mit den Preisträgern ein Zirkus-Programm gestaltet, das Sportsfun-Mobil der Sportjugend Hessen und eine Kreativ-Werkstatt mit dem Wiesbadener Künstler Rüdiger Steiner.
Die Aktion wird im kommenden Schuljahr und in neuer Länderrunde mit dem Schwerpunkt „Schule und Verein“ fortgesetzt. Ab September ist neben Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch das Saarland dabei, wenn es heißt: „Jugend in Bewegung – Sport spielt überall“.
Mehr Informationen zum Wettbewerb im Internet unter www.yim-aktuell.de.
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Bildungsklick 1. 6. 2008
"Entdecke Deine Stärken"
59 Übungsleiter erhalten Zertifikat für Gesundheitsinitiative an Grundschulen
Erste Bewegungstrainer für "Entdecke Deine Stärken."
Eine Initiative, bei der die sportlichen Aktivitäten von Kindern bis zu einem Alter von 10 Jahren nachhaltig gesteigert werden soll.
Dresden Viele Kinder in Deutschland bewegen sich zu wenig, leben insgesamt zu ungesund und sind übergewichtig. Gegen diesen Trend hat das sächsische Kultusministerium zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Februar dieses Jahres das Projekt "Entdecke Deine Stärken." gestartet.
Neben einer umfassenden Aufklärungskampagne für Eltern und Pädagogen beinhaltet das sächsische Modell-Projekt die Einführung von "Bewegungstrainern".Heute, genau vier Monate nach dem Start, haben der Schirmherr des Projekts und Sportdirektor des DFB, Matthias Sammer, und Sachsens Kultusminister Steffen Flath den ersten 59 Bewegungstrainern ihr Zertifikat auf dem MDR Kindertag im Belantis Vergnügungspark Leipzig überreicht.
Die vom Bildungswerk des Landessportbundes Sachsen ausgebildeten Fachkräfte werden in Ergänzung zum Sportunterricht mit spielerischen Übungen bei Kindern die motorischen Grundfähigkeiten und die Freude an der Bewegung wieder stärken.
"Dass körperliche Stärke und Sporttreiben in einer Gruppe nicht nur für eine bessere Fitness dient, sondern auch den Charakter formen, Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit fördern, habe ich in meiner sportlichen Karriere selbst erfahren", bestätigte Matthias Sammer in Leipzig.
Sachsens Kultusminister Flath dankte allen Beteiligten für die zügige Umsetzung des Projekts. "Viele Grundschüler werden schon ab dem kommenden Schuljahr davon profitieren. Ich hoffe, dass die Kooperation zwischen Sport und Politik weiter so gut harmoniert und das Projekt schon bald flächendeckend im gesamten Freistaat angeboten werden kann", sagte Flath heute bei der Verleihung der Zertifikate.
Am 1. September 2008 startet "Entdecke Deine Stärken." an den ersten Grundschulen. Weitere Bewegungstrainer werden bereits im kommenden Sommer ausgebildet. Mittelfristig sollen etwa 200 Trainer im Rahmen von Ganztagsangeboten an Sachsens Grundschulen tätig sein.
Nordwest-Zeitung 22.5. 2008
Jugendliche unterrichten Fußball in der Grundschule
Mädchen und Jungen werden zu so genannten Schulsport-Assistenten ausgebildet
OLDENBURG - „Ich zeige es dir noch einmal.“ Geduldig erklärt Rümeysa (7. Klasse) der jungen Anna (1. Klasse) das Dribbling durch die vielen aufgestellten Markierungshütchen. Insgesamt 21 Siebt- und Achtklässler aus der Integrierten Gesamtschule Flötenteich bringen den Schülern der Grundschule Nadorst an sechs Stationen Fußballtechniken in Sachen Passspiel, Schusstraining oder Zweikampf bei. Mit großem Engagement sind die Jungen und Mädchen dabei, das Fußballspiel zu erlernen. Angeleitet werden sie von so genannten Schulsport-Assistenten wie Rümeysa oder Andreas, die durch das Projekt Mick (Mädchen kicken mit) zu Betreuern von Fußballübungsgruppen ausgebildet werden.
Die Qualifizierung solcher Assistenten ist ein Baustein eines Modells, das nun durch die Unterstützung von Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Kornelia Ehrhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, in verschiedenen Stadtteilen umgesetzt wird. Besonders weibliche Übungsleiter werden in vielen Schulen und Vereinsgruppen gesucht, um der Begeisterung der Mädchen mit Migrationshintergrund, Fußball zu spielen, begegnen zu können.
Im Mittelpunkt der dreitägigen Ausbildung unter der Leitung von Julika Vosgerau und Ulf Gebken (beide Universität Osnabrück) stehen neben der Vermittlung des Sportspiels vor allem pädagogische Themen wie „Rituale im Training mit Kindern“, „Merkmale guter Übungsstunden“, aber auch Fragen zur Aufsichtspflicht. Als Höhepunkt bewerten die Jugendlichen die Situationen, in denen sie Grundschüler im Sportunterricht anleiten können.
„Es ist sehr sinnvoll, Jugendliche als Trainerassistenten in Schule und Verein einzusetzen. Seit mehreren Jahren beobachten wir, dass es ein großes Interesse vor allem von Mädchen gibt, sich im Fußballsport zu engagieren. Sie organisieren Turniere für Grundschüler und leiten Fußballgruppen“, stellt Ulf Gebken fest. „Vor allem die jugendlichen Mädchen sind bei der Betreuung und Anleitung der jungen Fußballer überraschend gut. Sie helfen den Grundschülern bei ihren Versuchen, die für sie neuen Fußballtechniken anzuwenden. Dieses Vermittlungspotenzial wird bislang zu wenig genutzt“, ergänzt Julika Vosgerau.
22.5. 2008 - Sportunterricht.de
Unterrichtsmaterialien Peking 2008
Der Deutsche Olympische Sportbund und Die Deutsche Olympische Akademie haben ihre Unterrichtsmaterialien zu den Olympischen Spielen in Peking herausgebracht.
Die Materialien beinhalten Grundlagen zur Olympischen Idee sowie spezielle Aufgaben für die Primar- und Sekundarsufe. Sie stehen unter www.doa-info.de zur Verfügung.
Malwettbewerb zu den Olympischen Spielen 2008
Unter dem Motto "Olympische Spiele - wie ich sie sehe" sind Schülerinnen und Schüler aufgerufen an einem Malwettbewerb teilzunehmen.
Bereits zum siebten Mal veranstalten die Deutsche Olympische Akademie Willi Daume (DOA) , die Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) und der BDK Fachverband für Kunstpädagogik den Wettbewerb. Das Thema des Wettbewerbs sollte nach Möglichkeit unter dem Eindruck der Spiele von Peking (8. bis 24. August 2008) gestalterisch umgesetzt werden. Erwünscht ist eine individuelle Perspektive, die sich auf unterschiedlichste Eindrücke und Erscheinungsformen dieses "olympischen" Großereignisses in China richten kann. Denkbar ist in diesem Zusammenhang nicht nur die bildnerische Auseinandersetzung mit den Veranstaltungen des olympischen Wettkampfprogrammes, sondern auch die künstlerische Umsetzung von Beobachtungen, die z.B. bei der Eröffnungs- und Schlussfeier, dem Kulturprogramm, den olympischen Jugendlagern, dem Zuschauerverhalten oder anderen Phänomenen, die im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen stehen, gemacht werden.
An dem Wettbewerb können Jungen und Mädchen aus vier Jahrgansstufen teilnehmen (Jahrgang 2000 und jünger, Jahgänge 1999 - 1997, Jahrgänge 1996 - 1993 und Jahrgänge 1992 und älter). Es können gemalte Bilder und Zeichnungen eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 11. Oktober 2008.
Die Arbeiten werden von einer Jury bewertet, die sich aus Mitgliedern der Deutschen Olympischen Akademie, der Deutschen Olympischen Gesellschaft, des BDK e.V. sowie aus Sportlern, Kunstpädagogen und Journalisten zusammensetzt.
Es werden jeweils drei Preisträger bzw. -trägerinnen bestimmt und bis zu fünf Belobigungen je Altersgruppe ausgesprochen. Zu gewinnen gibt es Urkunden und attraktive Sachpreise. Der BDK prämiert zusätzlich die Arbeit mit dem größten künstlerischen Potential mit der Teilnahme am viertägigen BDK-Förderseminar in Berlin.
Die Arbeiten sind einzureichen bei der Deutschen Olympischen Akademie Willi Daume e.V., Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt, Tel.: 069 /6700 397, Fax: 069 / 6700 370.
16.05.2008 - DOSB-Presse
Dokumentation über den Deutschen Schulsportpreis erschienen
Die Deutsche Sportjugend (dsj) im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat eine Dokumentation über den Deutschen Schulsportpreis herausgegeben. Die 80-seitige Broschüre im DIN-4-Format gibt einen detaillierten Überblick über den bundesweit einzigartigen Wettbewerb, der seit dem Schuljahr 2003/2004 insgesamt viermal vergeben wurde. Dazu werden jetzt alle 14 Preisträgerschulen im Porträt ausführlich vorgestellt: Nach allgemeinen Informationen über die Schule selbst folgen kurze Angaben zum Schulsportprofil, bevor die besonderen Aktivitäten im verbindlichen Sportunterricht und im außerunterrichtlichen Schulsport schlaglichtartig präsentiert werden, die letztlich zur Auszeichnung im Wett-bewerb geführt haben. Eindrucksvoll umrahmt werden diese Porträts jeweils mit schulsportbezogenen Fotos und mit den Kontaktdaten der betreffenden Schule.
Der 1. Vorsitzende der dsj, Ingo Weiss, würdigt die Publikation als einen wichtigen Mosaikstein der dsj, weiterhin „Anstrengungen zu unternehmen, um die Rahmenbedingungen für einen qualifizierten und kompetent vermit-telten Sport in der Schule ständig zu verbessern“. Die jetzt vorliegende Broschüre soll auch im Sinne von „Best-Practice-Modellen“ alle Schulen anregen, ihr eigenes Potenzial für einen „besseren“ Schulsport zu nutzen und sie gleichfalls ermutigen, sich bei künftigen Ausschreibungen zum Deutschen Schulsportpreis zu bewerben. In seinem Grußwort zur dsj-Publikation lobt der Vorsitzende der Kommission „Sport“ der Kultusministerkonferenz, Burkhard Jungkamp (Land Brandenburg), ausdrücklich das Ansinnen der dsj und dankt dafür, „dass es nun möglich wurde, die Vielfalt des Schul-sports exemplarisch einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen“.
Die Broschüre gliedert sich nach der Einführung der beiden Autoren, Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Universität Hannover) und Prof. Dr. Werner Schmidt (Universität Duisburg-Essen), in sechs thematische Abschnitte: Zunächst werden Angebote und Ansprüche des Schulsports erläutert: „Wie lässt sich Sport im Schulleben pädagogisch begründen?“ (Kap. 1.2) und „Welche geläufigen Angebotsformen gibt es?“ (Kap. 1.3) lauten dazu die Fragen. Danach werden in Kap. 2 die 14 Sieger-Schulen porträtiert, und zwar: Grund- und Hauptschule Schönberg, Ceciliengymnasium Bielefeld, Gesamtschule Giessen-Ost, Geschwister-Scholl-Realschule Gütersloh, Grundschule Brake Bielefeld, Gesamtschule Am Heidberg Hamburg, Gus-tav-Adolf-Schule Herne, Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel, Sprachheilschule Wilhelmsburg Hamburg, Bundesoffene Landesberufsschule für Hör-geräteakustiker Lübeck, Staatliche Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Gropiusring Hamburg, Oberstufenzentrum Industrie und Datenverarbei-tung Berlin, Eugen-Reintjes-Schule Hameln und die Berufliche Schule „Theodor Hoppe“, Berufsbildungswerk im Oberlinhaus Potsdam. In Kap. 3der dsj-Broschüre folgt ein differenzierter Überblick über herausragende schulsportliche Aktivitäten der weiteren knapp 200 Bewerberschulen.
Eine umfangreiche Dokumentation über die bisherigen vier Verleihungen des Deutschen Schulsportpreises (Kap. 4) und ein informativer Anhang (Kap. 5) runden die Broschüre ab, die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) gefördert wurde. Die Dokumentation wurde innerhalb der dsj fachlich unterstützt von Dr. Klaus Balster, Peter Lautenbach und Ute Markl (jetzt Barthel. Das Heft kann bezogen werden über www.dsj.de/publikationen.
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Schulsportdebatte im Bundestag 17.2. 2006
Materialien zur Schulsportstudie "SPRINT"
Bedeutung des Schulsports für lebenslanges Sporttreiben
Erklärung von DSB / KMK / SMK - 12.12. 2005VDS-Tagung "Vom Lieblingfach zum Stiefkind" (2003)
"Fit sein macht Schule" (Studie 2003)
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