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Ergebnisse
3. Gesundheitsbewusstsein
a) Was versteht man unter Gesundheitsbewusstsein ?
b) Wo liegen die Möglichkeiten und Probleme einer gesunden Lebensweise ?
c) Wie kann der Sport einen Beitrag zum Gesundheitsbewusstsein liefern ?
d) Was hält Menschen gesund ? Das Salutogenesekonzept
e) Gesundheitserziehung im Sportunterricht - wie müßte sie aussehen ?
Doreen Diehl
Gesundheitsbewusstsein
- Zustand körperlichen, geistigen und sozialem Wohlbefindens, nicht allein Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen, mit einzubeziehen sind so auch individuelle Lebensverhältnisse (z.B. Arbeitsplatz, soziale Kontakte, Wohnqualität)
- medizinisch objektive Befunde (Blutdruck, Gewicht,...), subjektive Empfindungen (Vitalität, Lebensfreude,...) und soziale Zustände (Einsamkeit, Geborgenheit, Kontakt,...) müssen ausgewogen sein
- Gesundheit: körperliche Leistungsfähigkeit, emotionale Ausgeglichenheit, Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen, soziale Geborgenheit, Beweglichkeit und Fitneß, Streßbewältigung und Erholungsvermögen, ist also Ergebnis der gesamten Lebensführung
- Problem: Grenze zwischen Gesundheitsbewußtsein und -wahn: süchtiges Joggen, Muskelaufbau durch Doping, einseitige Ernährung (Müsliwahn), waghalsige Extremsportarten (Klettern, Ski fahren)
- "Wer sich gesund fühlt, ist nur noch nicht gründlich untersucht worden", bezieht sich auf körperl. Zustand
- Salutogenese-Modell: verzichtet auf Unterscheidung krank/gesund, Mensch bewegt sich auf Kontinuum zwischen den Polen Gesundheit und Krankheit, mal mehr zu einem, mal mehr zu anderem Extrem, es gehen auch gesundheitsschützende Maßnahmen mit ein, z.B. körperliche Fitneß, soziale Unterstützung; Gründe, warum man trotz vorhandener Risikofaktoren gesund bleibt, Schmerz und Leid gehören zur menschlichen Existenz
Sport als Beitrag zum GesundheitsbewusstseinHochgefühl durch Sport
- nach Sport: Wohlbefindenssteigerung 75%, ruhiger 25%, gehobene Stimmung 20%, Erregtheit, Ärger, Deprimiertheit, Energielosigkeit sanken 13-8%, aber nur wenn Bewegung nicht als Mittel zum Zweck, z. B. zur Gewichtsreduzierung oder Zwang gesehen wird
- wer Wohlbefinden erlebt, kann Streß besser verarbeiten, ist ausgeglichener, hat positive Einstellung zu Körper, besonders wichtig in der heutigen Arbeitswelt
- Sport sollte keine Quälerei sein, Zitat:"Wenn es nicht weh tut, ist das kein Sport" oder der Leistungsgedanke Þ man mutet sich zuviel zu, Körper nimmt es übel, man bleibt lieber im Sessel sitzen
- Gesundheit und Sport sind nicht Verzicht und Askese
- es geht mehr als nur um funktionierende Bandscheiben und leistungsfähiges Herz: sieht man Sport mit Humor und Spaß als Miteinander, wird er zu einem Stück Lebensqualität, daß vieles ausgleicht was man zum Wohlfühlen benötigt
Wirkungen von Bewegung/sportlicher Betätigung auf Leib und Seele:
- Gefühl für eigenen Körper entwickeln, sowohl Anstrengung und Ermüdung als auch Stärkung
- materielle Vielfalt der Umwelt, Rauhigkeit, Härte, Gefühl für etwas entwickeln, Naturerfahrung
- in der Gruppe lernt man soziale Beziehungen: Stimmungen ausdrücken, Werte und Normen erlernen, Gemeinsamkeit, Freundschaft; teilweise Achtung, die man sonst nicht erfährt
- Bild der eigenen Person, Grenzen entdecken/erweitern, daraus Selbstvertrauen gewinnen, dem Leben Spannung geben (Wettkämpfe oder Ziele), Maßstäbe setzen
- mäßig, aber regelmäßig, körperliche Grenzen akzeptieren, nicht verbissen oder selbstquälerisch, sondern neben gesunder Ernährung und Entspannung in Alltag eingebaut, Spaß an Sportart
Mehr Lebensqualität durch maßvolles Sporttreiben
- regelmäßige körperliche Betätigung in begrenztem Umfang ist beste Vorbeugung für ältere Menschen, neben dem Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht
- es geht eigentlich nicht darum Leben zu verlängern (da höchstens 1-2 Jahre), sondern mehr Leben in die Jahre zu bringen, durch körperliche Bewegung, Ernährung, allgemeine Lebensweise
- einen Teil der im Alter nachlassenden Kräfte, die für den Alltag unerläßlich sind, müssen mobilisiert werden
- hohes Alter in verhältnismäßig guter Gesundheit, möglichst gesund sterben, läßt sich mit etwas mehr körperlicher Aktivität erreichen, durch Sport erreicht man mehr Lebensqualität
- Altersschwäche ist oft schlechter Trainingszustand, man sollte aber nichts übertreiben, mehr Wert auf Ausdauer als auf Schnelligkeit legen, sportmedizinische Vorbeugeuntersuchungen
- tägliches Training von 10-60 min steigert Sauerstoffaufnahmefähigkeit, wirkt sich positiv auf Herz-Kreislauf-System aus, senkt Herzinfarktrisiko, senkt Blutdruck, wirkt Arthrose entgegen
- mittelschwere Belastungen, wie Bergwandern, Laufen, Radfahren, Schwimmen sollten unter einem Übungsleiter durchgeführt werden, am wichtigsten ist die Freude am Sport
- Sport verbessert Gesundheit , hilft lange aktiv zu sein
Gesundheitsbewußtsein (Teil 2)
Thesenblatt von Karin ErnstWie trägt Sport zum Gesundheitsbewußtsein bei?
> Sport kann der Psyche und Physe nutzen (wenn der Körper gleichmäßig und nicht über die Grenzen der Belastbarkeit beansprucht wird)
- körperliche Fitneß bedeutet, daß der Körper eine gute Gesamtverfassung des Organismus, genügend körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Belastbarkeit besitzt.
- Sport schützt vor Krankheiten bzw. mindert deren Risiko
- Der menschliche Körper braucht eine gewisses Maß an regelmäßiger Beanspruchung, ansonsten büßt der Organismus an Leistungsfähigkeit ein und verkümmert.
Die „salutogenetische“ Gesundheitswissenschaft:
> z.B. Sport kann so auch schädlich sein
- Gesundheit ist ein Balanceproblem (man fühlt sich um so gesunder, je besser man mit Stressoren zurechtkommt)
- Kann durch überhöhte Sollwerte sich selber zum Stressor werden
> wichtige These für die Förderung der Gesundheit bei Kindern
- zum Bewältigen der Stressoren ist die Überzeugung des eigenen Lebens und Tuns, sowie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten notwendig
> es entwickeln sich dann auch gesunde Körper und Kinder
- Selbstwertgefühl muß (auch beim Sport) gewahrt werden
- Es muß sich ein Könneroptimismus entwickeln
- Es muß den Kindern sinnvoll erscheinen, darf nicht aufgezwängt werden (z.B. Rückenschule)
- Kinder müssen als Mensch gestärkt werden und sich im Sport sozial eingebunden fühlen
> Keine Bewegungsvorbilder vorstellen
- Kindern muß während des Sports Selbständigkeit gewährleistet werden
- „Es ist z.B. wichtig, daß Kinder erst einmal lernen, wie man gesellig schwatzend und ohne zu hecheln lange miteinander laufen kann, als daß sie zu einem anstrengenden Ausdauertraining gezwungen werden, um etwa beim 100 m- Lauf oder beim Cooper- Test bessere Ergebnisse als andere zu erzielen.“
> Den Kindern zeigen, daß sie alles noch nicht können
> Bewegungsideen in den Köpfen entstehen lassenKinder und Jugendlichen soll der Anlaß gegeben werden, sich aus eigenem Antrieb bewegen zu wollen.
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