Sport und Gesundheit
Risikofaktoren im Sport



Katrin Krüger, Andreas Renneißen
 
Was wird als Risikofaktor verstanden?
Welche Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten gibt es?
 
  • Man bezeichnet mit einem Risikofaktor einen oder mehrere die Wirkung verstärkende  Faktoren, die in einem gesicherten direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem  Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen stehen.
  • Bewegungsmangel ist z.B. ein Risikofaktor, der im Zusammenhang mit einigen  Zivilisationskrankheiten wie Herzkrankheiten, Fettstoffwechsellstörungen,  Rückenbeschwerden etc. steht.
  • Weitere Risikofaktoren sind: Hypertonie (erhöhter Blutdruck, erhöhter Spannungszustand  des Muskels), Rauchen, Übergewicht, Haltungsschäden, Diabetes, Hyperurikämie (Gicht),  psychosozialer Stress etc.

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Bewegungsmangel und Sport
Kann der Sport die Probleme ausgleichen? Sport als Prävention?
 
  • Körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden körmen bei günstigen Bedingungen und vernünftiger Gestaltung über das sportliche Handeln erworben werden.
  • "Wenn der Sport gesund sein soll, muss er Spass machen", es reicht also nicht, dass man sich gegen seinen Willen zum Sport zwingt, da man den Sport dann nicht gewissenhaft ausführt und ihn nach einiger Zeit auch wieder beendet.
  • Ausdauersport erhöht die Sauerstoffaufnahmefähigkeit, das Herzinfarktrisiko sinkt, Blutdruck wird gesenkt, etc.  Gesundheitssport als vorbeugende Wirkung
  • Sport kann die Lebenseinstellung von Menschen ändern, das Gesundheitsbewusstsein kann sich ändern (Abwenden von Medikamenten, Rauchen etc.)
  • "... durch vernünftigen Ausdauersport die medizinisch messbaren Indikatoren für den Gesundheitszustand bessere Werte annehmen und das psychische Wohlbefinden ansteigt. Diese Ergebnisse haben freilich einen Haken: Sportarten wie Geräteturnen Gewichtheben, Golf, Kegeln, Tischtennis, Squash und Skilaufen haben aus naturwissenschaftlicher Sicht keinen spezifischen Gesundheitswert, im Gegensatz zu Laufen, Radfahren, Skilanglauf, Bergwandern, Schwimmen, sowie Ballspielen wie Tennis, Basketball und Fussball."
  • Joggen etc. geben aber auch keine Garantie für eine längere Lebenserwartung.
  • Im Alter ist Ausdauersport sinnvoller aIs Schnelligkeitssport, ein guter Trainingszustand im Alter kann der Altersschwäche vorbeugenlsie verzögern, es gibt sogar Behauptungen, dass Altersschwäche nur ein schlechter Trainingszustand des Körpers sei.
  • Man sollte das Training im Alter auch nicht übertreiben, da sonst trotz des Trainings auch Kreislaufbeschwerden auftreten können.


Ist Fitness und Gesundheit das gleich

  • Fitness bezeichnet allgemem die Lebenstauglichkeit des Menschen sowie dessen aktuelle Eignung für beabsichtigte Handlungen. Im Sport hat die Dimension Körperliche bzw.  motorische Fitness besondere Bedeutung."
  • In Abhängigkeit von Gesundheit , Leistung, Wohlbefinden, Beruf, Freizeit haben sich  unterschiedliche Konzeptionen der körperlichen bzw. motorischen Fitness herausgebildet.  Beispiele: Prävention gegenüber Krankheiten, Verzögerung des Alterungsprozesses,  Erhaltung/Steigerung der berullichen Eignung, Steigerung der körperlichen, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, Selbstverwirklichung
  • Gesundheit in der Sportwissenschaft enthält körperliche, geistige und soziale Elemente.
  •  Es ist problematisch Fitness und Gesundheit völlig voneinander abzugrenzen, da sie sehr viele Übereinstimmungen haben, Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden stehen in einer engen Wechselbeziehung miteinander. Ein umfassender Gesundheits- und Fitnessbegriff ist nach der WHO (Weltgesundheitsorganisation): "vollständiges körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden"

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  • Man kann aber auch die Begriffe Fitness und Gesundheit voneinander trennen, eine Person kann z.B. bei einem Fitnesstest gute Werte erzielen, obwohl er gleichzeitig an einer ernsthaften Erkrankung leidet (z.B. Diabetes).