Doping der Zukunft? 
Schon jetzt haben Sportler mit Mutationen die Nase vorn

"Sobald es gentherapeutische Verfahren gibt, um Skelettmuskeln wachsen zu lassen, werden die auch im Leistungssport mißbraucht", prognostiziert Professor Horst Michna aus Köln. 

 
Stichwort

Muskelaufbau

Produkte von Muskelaufbau- und Wachstumskontroll-Genen sind vielleicht die Dopingmittel der Zukunft. Athleten könnten sie mit gentherapeutischen Verfahren gezielt beeinflussen.
  • Menschliches Wachstumshormon (human growth hormon, HGH, Somatropin) stimuliert die Proteinsynthese und die Lipolyse, es fördert Knochen- und Muskelzellwachstum. Seine Wirkung wird hauptsächlich über IGF-Proteine vermittelt. 
  • Insulin-ähnliche Wachstumsfaktoren (IGF, insulin-like growth factor) kontrollieren das Wachstum von Knochen und Muskeln. Sie hemmen auch den Proteinabbau. 
  • Angiotensin umwandelndes Enzym (angiotensin converting enzyme, ACE) kann die aerobe Ausdauerleistung fördern. 
  • Myostatin hemmt das Muskelwachstum. Rinder, bei denen das Myostatin-Gen blokkiert ist, entwickeln soviel Muskelmasse, daß sie kaum noch stehen können. Sportler könnten eines Tages Myostatin gentherapeutisch inaktivieren. 
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